Die liegende Acht

Der Mensch kann Unendlichkeit nicht erfassen, deshalb neigt er dazu, sie zu begrenzen. Was er dabei aber begrenzt ist er sich selbst.

Alles ist endlich, heißt das dann im Umkehrschluss nichts ist unendlich? Dass ein Zustand endet, heißt nicht, dass die Existenz damit endet, es folgt ein neuer Zustand.

Nicht einmal der unendliche, leere Raum des Universums ist wirklich leer, sonst wäre die Entstehung, also die Manifestation, die die Transformation eines Zustands in den nächsten bedeutet, nicht möglich.

Die Möglichkeiten sind genauso unendlich, wie der Raum, der keine Grenzen hat und aus dessen Partikeln, die sich darin befinden, für jeden alles gemacht werden kann, bzw. bereits gemacht wurde.

Es ist also alles immer dabei sich zu transformieren. Ängste und Sorgen vor Veränderung sind überflüssig. Das einzige, was Dir passieren kann, ist, dass Du von einem Zustand in einen anderen übergehst – was genau genommen die ganze Zeit passiert. Dir wird etwas bewusst und Du bist ein anderer.

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Wenn ich mir die Welt so anschaue, wird mir traurig bewusst, was den Menschen zum Menschen macht: Kein Tier, nicht einmal Raubtiere oder Affen verhalten sich so asozial, wie der Mensch.

Ob der Mensch jemals verstehen wird, dass der Sinn des Lebens nicht in territorialer oder materieller sondern in geistiger Ausdehnung besteht? Und geistige Ausdehnung bedeutet Bewusstwerdung.

An einer Veränderung, wie auch immer, kommt man nicht vorbei und der einzige Punkt, an dem Du durch Deine Vorstellungskraft, Dein damit verbundenes Gefühl und Deinen Glauben daran einen Einfluss hast, ist das Hier und Jetzt.

Die eigentliche Arbeit, die jeder zu tun hätte, wäre das, was ist, zu verneinen und sich das, was nicht ist, als ein Paradies für alle vorzustellen, es zu fühlen und daran zu glauben.

Persönlich finde ich das mit dem Glauben am schwersten, weil es nicht reicht, sich zu sagen, dass man etwas glaubt. Das Gefühl, was nach dem Glaubenssatz kommt, ist entscheidend. Man muss fühlen, dass es wahr ist. Es gab einen Menschen, der dafür gelebt hat, uns zu zeigen, dass es möglich ist, gottgleich Dinge zu verändern, nur durch Vorstellung, Gefühl, Glaube und Dankbarkeit dafür, dass das was nicht ist bereits ist…

Die Schöpfung ist vollendet, es ist bereits alles da. Die Manifestation findet statt durch Bewusstwerdung. Du kannst nichts sein, dessen Du Dir nicht bewusst bist und was Du nicht als wahr erachtest.

Weil wir alle eins sind, ist jedoch die gleiche Kraft in jedem von uns. Alles, was gedacht und vorgestellt werden kann, kann zur Realität werden (oder ist es bereits). Wir alle haben die Macht Wunder zu bewirken, wenn wir etwas wirklich wollen und daran glauben – Beispiele für diese Wahrheit gibt es viele.

Wichtig sind Liebe und gute Absichten, geboren aus Intelligenz, alles andere führt zu Hass und Zerstörung, geboren aus Dummheit – wie man sieht…

Der Hass und die Unterjochung durch Despoten, die glauben durch Gewalt etwas verändern zu können, ist begrenzt. Der Hass wird genährt durch Unzufriedenheit mit dem eigenen Leben und durch Angst, was früher oder später zur Revolution und zum Umsturz führt, weil man in Angst nicht ewig leben kann.

Das Gute und die Liebe sind unbegrenzt und werden genährt durch Dankbarkeit und Eigenverantwortung. Kein Führer wird es jemals für Dich richten können. Du musst Dich Dir selbst und Deinem Leben stellen, es akzeptieren und in Liebe zu Dir selbst zu Deinem Besten handeln. Wenn Du das mit guten Absichten und moralischen Werten tust, ist es zum Besten für alle.

Bewusst zu dienen, jemandem etwas Gutes zu tun fühlt sich tausend Mal besser an und das so empfundene Glück ist viel nachhaltiger, als sich über ihn zu erheben und in vermeintlicher Anonymität Hasskommentare zu schreiben oder materiellen Dingen hinterher zu jagen!

Unterschiede

Demut oder Gleichgültigkeit

Ist die Wut und Zerstörung, die wir gerade in Europa sehen nicht verständlich? Wird nicht genau das von den „alten, weißen Männern“ vorgelebt? Woher kommt dieser Egoismus, diese Rücksichtslosigkeit?

Nun, wenn man über das Leben nachdenkt, über seine Erwartungen daran und, wenn einem dann noch seine eigene Endlichkeit bewusst wird, im Nichtwissen was danach kommt, dann versucht man doch alles, was möglich ist, aus diesem einen Leben heraus zu pressen.

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Der eigene Profit geht über den, des anderen, der Profit der Firma geht über die Umwelt, das Territorium eines Landes geht über das eines anderen, was ich will, das nehme ich mir, das Klima gerät aus den Fugen, die Welt wird bald untergehen, warum sollte ich vor irgendjemand oder dem Besitz eines anderen Respekt haben? Die, die den Besitz anhäufen haben ja auch keinen Respekt und tun das auf meine Kosten.

Gleichzeitig wird die Menschheit immer dümmer, die KI übernimmt. Die Wirtschaft stellt sich hin und sagt, sie würde mithilfe von KI Energie einsparen, gleichzeitig braucht aber ein einziges Rechenzentrum so viel Energie, wie Millionen Menschen. Es muss mit so viel Wasser gekühlt werden, dass der Wasserhahn bei den Anwohner eines Rechenzentrums nur noch tropft.

Die Welt steuert unweigerlich auf den Kollaps zu. Warum also denen da oben nicht einmal den Spiegel vorhalten, alles kurz und klein schlagen und sich nehmen, was man sonst nie bekommt?

Das wäre die Seite der Gleichgültigkeit, also wenn man nur dieses eine Leben kennt und wenn man denkt, irgendwann geht eben einfach das Licht aus.

Aber man weiß es eben nicht mit Sicherheit, keiner ist gestorben und mit dem gleichen Bewusstsein zurück gekommen, um zu berichten…

Der Mensch weiß ganz genau, was richtig und was falsch ist. Was, wenn der Mensch, der mehr oder weniger bewusst falsch handelt, später seine eigene Hölle durchleben muss, indem er das fühlen muss, was er in seinem Leben anderen angetan hat? Sozusagen als immaterieller Spiegel des eignen Selbstbilds. Es wäre all jenen zu wünschen, damit ihr Leben wenigstens den Sinn erhält, etwas gelernt zu haben.

Jemand aber, der das Leben und die Welt mit Demut betrachtet, jemand, der lernt und schuftet, um aus seinem Leben etwas zu machen, im positiven Sinne. Der arbeitet, der normal für seine Arbeit entlohnt wird, um sich seine Wünsche zu erfüllen, für einen solchen Menschen ist es genauso wenig nachvollziehbar, wie Menschen vergiftete „Lebensmittel“ als Nahrung verkaufen können als auch, dass Menschen sein hart erarbeitetes Eigentum zerstörend durch die Straßen ziehen.

Ja, die Welt ist ungerecht, aber anzunehmen durch Gewalt würde sie gerechter?

Du kannst die Welt nur für Dich selbst gerechter machen. Indem Du Dich fragst, war ich wirklich vor dem anderen in der Schlange dran? Breche ich mir etwas ab, wenn ich jemanden vorlasse? Warum sage ich nicht meinem Vorgesetzten, dass nicht ich die Idee hatte, sondern dieses eine pfiffige Mitglied in meinem Team? Müssen wir immer getrennt zahlen? Ich kann es mir gerade leisten und übernehme einfach mal die Rechnung im Restaurant. Dem Nachbar ist aufgefallen, dass die Grundstücksgrenzen nicht stimmen, gebe ich ihm den Meter oder müssen wir da wirklich vor Gericht?

(…)

Die Liste der Dinge ist endlos, bei denen Du jeden Tag entscheiden kannst, Dir selbst und anderen gegenüber gerecht zu sein, zu verzeihen, zu lieben und in Demut dankbar für Dein Leben zu sein, statt es mutwillig zu zerstören.

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