Schlagwort: Tech Konzerne

  • TikTok und Co

    Ziele und Auswirkungen von TikTok und anderen asozialen Medien

    Obwohl TikTok eine chinesische App ist, ist es dort verboten. Stattdessen gibt es Douyin, sein Geschäftsmodell und Empfehlungsalgorithmus passen sich an die gesetzlichen und kulturellen Rahmenbedingungen Chinas an und legen Wert auf Zensur, Inhaltskontrolle und strenge Maßnahmen zum Schutz von Kindern. Dies ist also möglich…

    Für den Rest der Welt legen China und die Macher von TikTok hierauf offensichtlich keinen Wert und der neuerliche Einfluss amerikanischer Unternehmungen macht die App nicht ungefährlicher.

    All diese asozialen Apps wollen Dich kennenlernen und Dich mit personalisierter Werbung und Inhalten versorgen, für die Du Dich ab dann zu interessieren hast, sobald Du auf einen Beitrag klickst. Dann bekommst Du immer mehr ähnliche Beitrage angezeigt. Studien sagen, das habe Auswirkungen auf die Psyche, denn unweigerlich triffst Du auf den einen oder anderen Beitrag, der die Sensationsgier des Menschen anspricht, also bekommst Du in der Folge immer mehr Hass und Negativität zu sehen, es sei denn Du klickst konsequent nur süße Katzenvideos an. Das ist bei Meta und Google nicht anders. Bedenklich ist, finde ich, wenn man zum Beispiel eine Alexa oder ähnliches zuhause hat (geht auch, wenn nur das Handy auf dem Tisch liegt und man seine Datenschutzeinstellungen nicht im Griff hat, was bei Android extrem erschwert wird), sich unterhält und plötzlich relevante Werbung erscheint, wenn man danach egal was googelt oder Facebook öffnet.

    Ich habe mich aus allen asozialen Medien und Google abgemeldet – mir fehlt nichts, im Gegenteil! Mehr Zeit für Sinnvolles!- und meine Daten löschen lassen (Kontrolle darüber, ob das wirklich passiert, hat man nicht), ich freue mich auf das Linux Phone von Jolla! Leider bekomme ich Beschwerden meiner Familie und Freunde, wenn ich WhatsApp lösche, WhatsApp hat einen Marktanteil von 76 Prozent und Signal benutzen eben noch zu wenig Leute (wobei WhatsApp ja immer dann Werbung für Signal macht, wenn Neuerungen wie KI oder Meta Werbung eingeführt werden…). Threema ist europäisch, aber nicht kostenlos (8 EUR, naja… aber deshalb nutzt es wohl keiner privat) und zu Telegram möchte ich nicht raten. Die Verschüsselung muss man hier explizit anstellen und die App kommt wegen krimineller Aktivitäten der Nutzer immer wieder in Verruf.

    Ich höre immer wieder „mir doch egal, wenn die meine Daten haben, ich habe nichts zu verbergen“. Das mag stimmen, aber der Handel mit Deinen Daten macht die Konzerne immer reicher und die Konsequenzen für Dich als einzelnes Individuum und für die Welt sind den Konzernen mindestens egal. Ganz abgesehen davon, dass diese Apps gezielt für gesellschaftliche und politische Beeinflussung und Manipulation verwendet werden.

    Signal ist zwar auch von einer amerikanischen Organisation, was mir aber Hoffnung macht, ist, dass es sich hier um eine Non-Profit Organisation handelt und größten Wert auf Datenschutz und Privatsphäre gelegt wird. Finanziert nicht durch Werbung, sondern durch Spenden und die Mitarabeit freiwilliger, idealistischer Enthusiasten, wie Du und ich.

  • Linux statt Windows

    Linux statt Windows

    Systeme ohne hausgemachte Restriktionen für den Nutzer

    Ich habe schon früher öfter Linux Distributionen probiert, irgendetwas hat immer nicht funktioniert oder erst nach erheblichem Aufwand. Etwas ungewohnt ist ja das Terminal Programm, ohne das man manchmal eben nicht weiterkommt, wenn man etwas installieren oder verändern möchte. Obwohl, mich erinnert es etwas an das frühere DOS, mit dem ich ja schließlich angefangen habe, bevor die zig Windows Versionen kamen, die ja auch immer Fehler hatten…

    Es kam der Punkt, an dem ich mich mit Microsoft, Google usw. aus vielerlei Gründen nicht mehr einverstanden erklären konnte. Ich schaute mal wieder nach Linux Distributionen, kam auf Linux Mint und installierte es parallel zu Windows (2 extra Partitionen auf einer 1TB großen Platte, eine für das System und eine für den Persönlichen Kram, den Du dann leichter sichern kannst, solltest Du Mint noch einmal neu installieren müssen oder wollen, weil Du es mit dem Probieren von Programmen und Einstellungen übertrieben hast… – kein Problem! :-).

    WOW!! Ich war wirklich überrascht, wie benutzerfreundlich und funktional es war und ich hatte einen alten Rechner…

    Ein neuer Rechner musste auch her, mit neuerem Prozessor und leistungsstärkerer Grafik, nicht wegen Linux, aber ich habe generell bemerkt, dass mein Rechner in bestimmten Dingen einfach lahm war, trotz des Turbos, den ich irgendwann mal eingebaut hatte (erstaunlich, was es an Geschwindigkeit bringt einfach mal die alte Festplatte durch eine SSD zu ersetzen!). Ich schaute nach einem Gaming PC, weil die Komponenten einfach die besten sind. Ich kann von den meisten einfach nur abraten, weil in den meisten Fällen das BIOS von Windows Programmen mitgesteuert wird (unglaublich…!). Wenn Du dann Linux draufhast, spinnen zum Beispiel die Lüfter… Mit Dell Alienware habe ich nun einen super Rechner, bei Dell wird Linux von Haus aus unterstützt, alles lief auf Anhieb.

    Mittlerweile habe ich das neueste Mint am Laufen (Zara) und benutze Windows überhaupt nicht mehr – warum auch? (Ich bin kein Gamer, es gibt Spiele für Linux, aber natürlich nicht, wie bei Windows, was schade ist. Ich denke, je mehr Leute Linux benutzen, umso mehr Entwicklung wird auch in dieser Richtung stattfinden)

    Bei Linux gibt es ansonsten alles, was das Herz begehrt und noch mehr – und kostenlos! Als Office Programm nehme ich Libre Office und wenn ich bei der Arbeit Radio hören möchte, gibt es ein Applet (Radio++, unten rechts in der Taskbar), mit dem ich meine Lieblings- Internetsender hören kann. Als Browser nehme ich Brave, Du brauchst keine Plugins, Werbung wird automatisch ausgeblendet und die meisten Cookie Popups bekommst Du nicht zu sehen. Oder Firefox – hier brauchst Du allerdings noch das eine oder andere Plugin – je nachdem, ob Du eher privat browsen, Banking machen oder bei Netflix angemeldet bleiben möchtest (die volle Anonymität gibt es im Internet natürlich nicht, auch nicht durch VPN).

    Erstaunlich ist auch die Linux Community, die können zwar etwas eigen sein, Du musst bei Fragen zum Beispiel in den Foren immer Deine komplette Konfiguration posten, aber Du bekommst immer Hilfe, egal bei welchem Problem, es gibt Lösungen für alles! Oft musste ich nur suchen (in DuckDuckGo, nicht bei Google…) und fand sofort die Antwort.

    Linux ist frei, Du kannst machen, was Du möchtest, es gibt keine Restriktionen, wie zum Beispiel bei Apple. Deswegen habe ich mir jetzt auch ein Linux Phone von Jolla vorbestellt. Wir brauchen die US Tech Unternehmen nicht!